Vorverkauf Vorverkauf
Daten 2012 Daten 2012
Preise Preise
Bilder Bilder
Saal Saal
Kritiken Kritiken
Sponsoren Sponsoren
Shop Shop
Impressum Impressum
Almi+Salvi Almi+Salvi
Videos Videos
Newsleter Newsleter

«Fasnachtskiechli 2011»: Kracher!
Den einen oder anderen echten Kracher hat es im diesjährigen Fasnachtskiechli, insgesamt sind die Nummern aber deutlich harmloser als in früheren Jahren, Kurz: Man merkt den Einfluss des neuen Texters Ärnscht Born.

Es hat durchaus Kracher im Programm. so vor allem in der Nummer vor der Pause mit einem ungewöhnlichen Protagonisten. Pfeiffer, Tambouren, Guggenmusiken und Schnitzelbänggler erlebt man an den unzähligen Vorfasnachtsveranstaltungen ja oft, nicht dagegen eine Wagen-Clique – ausser am Fasnachtskiechli. Tatsächlich kommt da ein Ein-Mann-Wagen gefahren, es gibt Rap vom Räppliwagen und echte Mimösli. Dazu ein eingängiger und schmissiger Text vom Feinsten.


Auch andere Nummern waren vom Feinsten – eben vielleicht sogar etwas zu fein. Nach der Pause wurden aber auch die Pointen bissiger, etwa, als sich ein Ueli am Vogel Gryff ins Grossbasel verirrt, was er bald daran merkt, dass ihm kaum mehr Kopftücher begegnen. Oder als zwei Elsässer im Sperrgut einen Dreitritt entdecken: Die Karriereleiter von Peter Malama. Und ganz toll war auch ein besinnlich-melancholisches Solo von Almi über diejenigen Basler, die sich selbst nur an der Fasnacht ausstehen können.

Trotz des geringen Personalaufwands fehlte auch sonst bei der vierten Auflage des Zwei-Mann-Theaters nichts, nicht einmal der Schnitzelbangg. Das Krampfoodere-Geschwader (würde man das nicht mit “G” schreiben?) amüsierte mit einem guten Blaggedden-Vers und der Erklärung, wo man das Drachen-Center findet: Im Bundeshaus. Aber Schluss; mehr Pointen sollen hier nicht verraten werden.

Fasnächtlich musiziert wird auch.
Verraten werden soll aber noch, dass auch sehr originell fasnächtlich musiziert wurde, wobei dies in diesem Jahr etwas spärlich daherkommt. Weiter, dass Almi und Salvi immer dann am besten sind, wenn sie sich gegenseitig hochnehmen. Und zum Letzten, dass der Kulissenschieber das Zeug zum Publikumsliebling hat. Und, ach ja: Es hat noch ein paar Tickets. Wäre schade, sie nicht zu nützen – man amüsiert sich nämlich bestens

Fasnachts Online

  • BASLER ZEITUNG Premieren Bericht 2011

Für die Fasnacht angefixt
Almi und Salvi schlagen bei ihrem Auftritt im Scala auch leisere Töne an
Ralph Schindel
Im Fasnachtskiechli ist die Hand des
erstmals regieführenden Liedermachers
Aernschd Born zu spüren.
Fans von Patrick Allmandinger und
Renato Salvi müssen keine Angst haben:
In der mittlerweile vierten Ausgabe ihres
Fasnachtskiechlis im Scala ist der holzschnittartige
Humor gut vertreten. Da wird zum Beispiel ausgiebig über Frauen
im Allgemeinen («Weisch was e Suure Mogge isch?») und Burkaträgerinnen im
Besonderen («hän alli e Schnauz») hergezogen. Die Deutschen kommen dran («Dangg em Härzstügg hän mr d
Schwoobe nümmi in dr Stadt, sondern numme no drunter»). Damit haben die beiden Komiker das Premierenpublikum
auf ihrer Seite. Die feineren Pointen und der Wortwitz gehen dazwischen fast ein wenig unter. Das mag daran liegen, dass dies
nicht den Erwartungen des Publikums entspricht. Mit dem Engagement von Ljiedermacher Aernschd Born als Regisseur
und seiner Frau Barbara Preusler als Regieassistentin finden sie aber dennoch ihren Platz. Die Aufzählung «Christen,
Buddhisten, Rassisten …» wird mit dem Hinweis unterbrochen, dass es sich bei den Rassisten um keine Religion
handle: «Jo, aber e huffe glaube dra.»Und auf die Kindergartenfasnacht, mit der schon Kleine für die Fasnacht angefixt
werden, folge die typische Suchtkarriere: «Abdrifte in d Gosse, Ändstation in ere Glygge und Entzug mit Skiferie.
» Die Spielfreude ist dort am stärksten zu spüren, wo sich Almi und Salvi gegenseitig auf den Arm nehmen, da
laufen die beiden zur Hochform auf. «dr erscht Pändler». Höhepunkte der diesjährigen Ausgabe
bei den Raamestiggli sind zwei Auftritte von Almi. Als Hebel-Denkmal vor der Peterskirche liest er Basel vom hohen
Sockel herab die Leviten. Das eher nachdenklich stimmende Stück behandelt den Umgang der Stadt mit einem
ihrer berühmtesten Söhne («drerscht Pändler uss em Schwoobeland») anlässlich von dessen 250. Geburtstag.
Der zweite Höhepunkt ist der Räppli-Rap, in dem Almi als Waggis auf einem Wagen auf die Bühne rollt und oldschool-mässig
rappend intrigiert. Trotz moderner Musik kommen Fasnachtsklänge
nicht zu kurz. Was im ersten Jahr noch als mutig bezeichnet wurde, weil es den musikalischen Ansprüchen
an Vorfasnachtsveranstaltungen nicht ganz genügt, hat sich im Fasnachtskiechli
etabliert. Noch immer trommelt Almi so laut, dass von Salvi und seinem
Piccolo nur noch wenig zu hören ist. Und noch immer bekundet Salvi bei längeren
Auftritten Mühe mit der Luft. Dennoch gelingt ein schönes Stück wie das
Schwinger-Träffe mit starken Kostümen, einem improvisiert klingenden Medley
aus Schweizer Hits und Ländler-Melodien, wozu Almi unter anderem ein
Talerschwingen und einen Naturjuchzer beisteuert.
Viel zum gelungenen Abend trägt das Bühnenbild von Christoph Knöll bei.
Verschiedene Basler Hausfassaden werden auf eine weisse Wand projiziert, links
und rechts stehen zwei Sperrguthügel, aus denen Almi und Salvi immer wieder
Requisiten für ihre Nummern ziehen. Zum Publikumsliebling avancierte an der
Premiere aber Bühnenhelfer Mario Dürrenberger, der für seine Auftritte kräftiger
werdenden Applaus erhielt. Das Publikum mit den Parteipräsidenten
Christoph Bürgenmeier (LDP) und Sebastian Frehner (SVP) sowie der
Baselbieter Regierungsrätin Sabine Pegoraro
(FDP) verdankte den Abend mit einer Standing Ovation. Fasnachtskiechli im Scala an der Freien
Strasse
noch bis 26. Februar. Billette gibt es
an den üblichen Vorverkaufsstellen.
> www.fasnachtskiechli.ch
ausgestellt